Google+

Sonntag, 18. September 2011

Allzeithoch-Strategie

Anwendung:
Zunächst splittet man sein zu investierendes Kapital in 5 gleich große Teile. Erklimmt nun eine der 30 Aktien aus dem DAX ein neues Allzeithoch, so investiert man ein Fünftel seines Kapitals. Man verkauft entsprechende Aktien wieder sobald sie 10% unter dem letzten Allzeithoch liegen. Das bedeutet, dass diese Grenze, auch Stopp-Loss genannt, bei neuen Allzeithochs angehoben werden muss.

Beschreibung:
Damit das Risiko einer einzelnen Fehlinvestition verringert werden kann, ist es ratsam das Investitionskapital in 5 Teile gleicher Größe aufzusplitten. Kauft man nun immer nur Aktien, sobald diese ein neues Allzeithoch erklommen haben, nutzt man einen wertvollen Trick der Börsenpsychologie. Es gibt nämlich dann aus charttechnischer Sicht keine vernünftige Argumentation mehr, warum der bestehende Aufwärtstrend abbrechen sollte. Zudem sind zu diesem Zeitpunkt alle Aktionäre dieses Papiers in der Gewinnzone. So ergibt sich nicht die Notwendigkeit frühere Verluste wieder auszugleichen. Gemäß der Börsenweisheit „Gewinne laufen [zu] lassen“ wird die Aktie verstärkt gehalten und eher nachgekauft als verkauft. Es ist viel wahrscheinlicher, dass Trends bestehen bleiben, als dass diese sich umkehren. Dennoch wissen wir, dass kein Trend ewig hält, deswegen ist eine Stopp-Loss Marke von -10% unter dem letzten Allzeithoch eingebaut. Steigt die Aktie auf neue Allzeithochs während wir investiert sind, steigt auch diese Marke gemäß ihrer Definition an. Somit können wir bei jedem Trade maximal 10% Verlust einfahren. Steigt das Papier mehr als 10% können wir es auf jeden Fall mit Gewinn wieder verkaufen.

Vorteile:
Aus charttechnischer Erklärung heraus lassen sich sehr hohe Gewinnrenditen erzielen. Es gibt keine psychologischen Marken, die einen Aufwärtstrend stoppen könnten. Mit der -10% Stop-Loss Strategie haben wir zudem ein nützliches Instrument Verluste zu minimieren und Gewinne laufen zu lassen und sie dann nach dem Abbruch des Aufwärtstrend zu realisieren. Außerdem gelingt es die wirklichen Krisenzeiten optimal zu meiden, da zumindest die 30 DAX Titel dann keine neuen Höchststände mehr erreichen.

Nachteile:
Man ist eigentlich nur in überkauften Märkten investiert. Dadurch ergeben sich lange Durststrecken. Zudem kann man von dem Aufschwung nach einer Krise nicht profitieren, da man erst wieder einsteigt, sobald das Vorkrisenniveau übertroffen wurde. Das verringert womöglich starke Verluste im Depot, lässt uns jedoch manchmal über Jahre hinweg nur eine minimale Cash Rendite (beim Tagesgeldkonto) von 2 bis 3% einholen. In Aufschwungzeiten dürfte man mit dieser Strategie jedoch gut fahren. Sobald sich die Märkte wieder beruhigen steigt man besser auf andere Strategien um, als dass man sein Geld cash hortet.

Kommentare:

  1. Interessante Strategie, gibt es dafür auch einen Backtest?

    AntwortenLöschen
  2. Zumindest liegt mir keiner vor. Für Volkswagen habe ich dies jedoch mal im Zeitraum vom 01.01.2003 bis zum 11.04.2012 nachgerechnet und komme auf eine Nettorendite von 53.7% während des gesamten Zeitraumes. Börsengebühren, Abgeltungssteuer sowie Soli sind also bereits berücksichtigt

    AntwortenLöschen
  3. Siehe Darvas-Strategie.
    Gruß Laszlo

    AntwortenLöschen

Sehr gerne sind Kommentare gesehen und werden baldmöglichst auch beantwortet! Kommentare mit Links zu themenfremden Webseiten sowie mit Spamverdacht werden es nicht durch die Freigabe schaffen. Desweiteren bitte ich darum, keine ganzen Textpassagen aus anderen Quellen zu zitieren.