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Donnerstag, 26. Januar 2012

Der Trend bestätigt sich: Griechenland braucht mehr Geld

Das von der Eurozone und Griechenland gemeinsam gesteckte Ziel, die griechische Schuldenlast bis 2020 auf 120% des BIPs zu drücken wird wieder einmal etwas unwahrscheinlicher. Momentan leidet Griechenland an Gesamtschulden in Höhe von 350 Mrd. €, was etwa 160% des BIPs entspricht. 


Das aktuelle Problem besteht darin, den geplanten Forderungsverzicht (50%) der privaten Gläubiger durchzusetzen. Dieser fällt vermutlich geringer aus als geplant. Es wird von griechischer Seite aus heftig darüber verhandelt den Jahreszins auf unter 4% zu senken, der IIF (Internationaler Bankenverband) bestand auf 4% als absolutes Minimum.  
Jener sieht sich höchstens dazu bereit, wenn auch öffentliche Gläubiger, wie die EZB, einen Forderungsverzicht akzeptieren würden. Dies wird allerdings vor allem von der deutschen Politik ausgeschlossen. Es würde bedeuten, dass die Europäische Zentralbank Griechenland nicht nur mit Krediten, sondern mit geschenktem Geld unterstützt hätte. Folglich werden inflationäre Entwicklungen in der Eurozone begünstigt. Bei Krediten, die die EZB vergibt, steigt die Geldmenge nur kurzfristig an und sinkt wieder auf das Normalmaß bei der Rückzahlung.


Eine Einigung zwischen den verhandelnden Parteien wird aber noch im Januar erwartet. Im Falle eines Scheiterns muss darüber nachgedacht werden die bisherige Haushaltsautonomie Griechenlands zumindest teilweise kommissarisch an die EU zu übertragen.


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