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Sonntag, 29. Januar 2012

Nur ein starkes Europa wird den Umschwung schaffen!

Es liegt im Interesse aller Europäer ein starkes Europa zu schaffen, welches als geopolitische Großmacht weltweit agieren kann. Die momentanen Bestimmungen in den EU-Verträgen reichen dafür nicht aus. Es muss ein neuer Plan für Europa her. Wie könnte dieser aussehen?

Zunächst einmal muss beachtet werden, dass ein strenger Fiskalpakt in Europa, wie er gerade angestrebt wird, ohne Wachstum in den entsprechenden Ländern nicht realisierbar ist. Die neuen Regierungen in Spanien und Italien setzen die Reformpläne (Sparanstrengungen) um, doch muss unbedingt an den Ursachen für die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in Europa gearbeitet werden. Deutschlands enormer Außenhandelsüberschuss, sowie die rasante Lohnentwicklung der Peripheriestaaten in den letzten Jahren tragen ihr  übriges dazu bei. 

Die EU muss ihre Investitionen in Strukturreformen der Krisenstaaten erhöhen bzw. müssen Instanzen geschaffen werden, die dies erzwingen. Nur so können die dortigen Defizite abgebaut werden.

Für die Übergangszeit hin zu wieder prosperierenden Zeiten sollte die EZB ihre Staatsanleihenkäufe massiv ausweiten. Allerdings müssen vorher klare Grenzen (vor allem zeitliche) definiert werden. Mehr als zwei Jahre sollte diese Geldpolitik nicht vertreten werden. Es muss außerdem sichergestellt sein, dass die EZB nach dieser expansiven Zeit das nötige tut um die Geldmenge wieder auf ihr Normalmaß zurück zu führen. So könnte durch einen geschwächten Euro das Wachstum in Europa wieder angekurbelt werden. Das würde vor allem auch den südlichen Ländern helfen wieder ihre alte Wettbewerbsfähigkeit zurück zu erlangen.

Zudem sollte ein wirtschaftlich und haushaltspolitisch geeintes Europa 60% der Staatsschulden gemessen am BIP jedes Landes durch gemeinsame europäische Staatsanleihen (Eurobonds) übernehmen. Dies würde ungemein den Druck aus der gegenwärtigen Krise nehmen und Raum für die nötige Umstrukturierung der Mittelmeerstaaten geben. Die höheren Zinsen, die Deutschland bezahlen müsste, sind nichts im Vergleich zu den bisherigen Vorteilen, die wir durch den Euro erfahren haben. 

Fortsetzung folgt:
 


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