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Mittwoch, 15. Februar 2012

Wird es Griechenland schaffen?

Momentan gestaltet sich der im April anstehende Wahlkampf als riesige Hürde. Das im griechischen Parlament bereits beschlossene Sparpaket über 3.3 Milliarden Euro könnte von einer neuen Regierung wieder ersatzlos gestrichen werden. Deshalb fordern die EU-Partner, allen voran der deutsche Finanzminister Schäuble, eine Absichtserklärung der regierenden Parteien und der Opposition, sich auch nach der Wahl an das beschlossene Sparpaket zu halten. Andernfalls könnte kein zweites Hilfsprogramm zur Verhinderung des finanziellen Ruins Griechenland von den anderen nationalen Parlamenten beschlossen werden. Die zweite und auch weniger wahrscheinlichere Lösungsvariante aus diesem Dilemma wäre die Wahlen zu verschieben. Vorbild in diesem Fall ist Italien, dessen Ministerpräsident Mario Monti ein Jahr gegeben wurde um Italien wieder auf Kurs zu bringen.


Am Montag den 20.02.2012 treffen sich die Euro-Finanzminister, um eine Entscheidung über die bisherigen griechischen Bemühungen zu treffen. Allgemein hin werden positive Beschlüsse erwartet, sodass am 27.02.2012 bereits die Bundestagsentscheidung über das nächste Hilfsprogramm fallen könnte.


Wir können nur darauf hoffen, dass die von allen griechischen Parteien betriebene Machtpolitik ein jähes Ende findet. Diese Parteien (v.a. Pasok, Nea Dimokratia, Laos) und das griechische Volk müssen sich der historischen Tragweite der Sparbeschlüsse bewusst werden. Es hilft nichts die Tatsachen und die Fehler der vergangenen Jahrzehnte einfach auszublenden und naiv für die Erhaltung des momentanen Lohnniveaus zu demonstrieren. Wesentlicher Faktor für das Wiedererreichen einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft ist die signifikante Lohnsenkung!



Kommentare:

  1. vollkommen richtig, deine Zusammenfassung.
    Nur bezweifle ich, dass das griechische Volk dieses jemals verstehen wird.

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    1. Ich bin mir sicher, dass dies nicht von heute auf morgen passieren kann. Griechenland wird weit über das angepeilte Jahr 2020 wirtschaftliche, politische und vor allem strukturelle Probleme besitzen. Aus politischer Sicht bleibt uns meiner Meinung nach aber nicht anderes übrig als den bisherigen Kurs weiterzufahren. Wesentlich sind zudem die Schaffung neuer Wachstumsanreize! In diesem Feld betätigt sich die Eurozone momentan deutlich zu wenig. Das griechische Volk ist kein schlechtes oder dummes Volk. Betrachten wir doch nur einmal die vielen Deutschen, die die Sozialreformen, allen voran HartzIV unter Schröders Regierung immer noch verteufeln. Sicherlich sind diese nicht besonders gut umgesetzt wurden, waren aber bitter notwendig!

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