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Freitag, 16. März 2012

Auswirkungen der Schuldenkrise

Die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone wird sich stärker abkühlen als erwartet. Es drohen starke Wachstumseinbrüche vor allem in den beiden großen Abnehmerstaaten Spanien und Italien.Dies hat zum einen mit den teils heftigen Sparprogrammen der südeuropäischen Regierungen zu tun, weil als Folge dessen der Konsum nachlässt. Zum anderen hat dieses Abwürgen der Wirtschaft auch einen direkten negativen Einfluss auf die deutsche Exportindustrie. Etwa 60% aller Exportwaren gehen in die restliche EU!
Deutschland und damit die deutschen Unternehmen müssen ihre Exportausrichtung stärker differenzieren, viele Schwellenländer haben einen noch zu geringen prozentualen Anteil an unseren Exporten. Das führt zu starker Abhängigkeit. Gerade, weil das Eurogeflecht alles andere als sicher gilt, sollte hier ein Umdenken geschehen. Der Defizit- und dann letztlich der Schuldenabbau ist sehr langwierig und wird das Potenzial neuer starker Absatzmärkte in Europa deutlich verringern.
Doch trotz der Sparbemühungen musste Spanien sein angepeiltes Defizitziel von 4.4% des BIPs auf 5.3% ausweiten, welches von den Finanzministern der Eurozone und der EU-Kommission genehmigt wurde und bereits eine Kompromisslösung darstellt. An effektiven Wirtschaftsstimuli fehlt es weiterhin
Positiv hervorzuheben ist die Arbeitsmarktentwicklung und zweifelsohne der größtenteils erfolgreiche Bankenstresstest in Amerika. Demnach würden 15 der 19 wichtigsten amerikanischen Finanzinstitute einen immensen wirtschaftlichen Abschwung überstehen. Doch auch hier wissen wir, dass Tests niemals die Realität abbilden können, gemäß dem Spruch: "Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt".


Zusammenfassend finden sich leichte positive Zeichen jenseits des Atlantiks, doch dies kann kaum die Auswirkungen der umfassenden europäischen Probleme ausbügeln. Dennoch wird der DAX vorerst auch weiterhin stark sein. Aus Erfahrung werden negative Nachrichten und damit hohe Kursverluste innerhalb weniger Tage in die Börsenkurse eingearbeitet. Arbeiten Sie also verstärkt mit Stoppkursen und erfreuen Sie sich weiterhin dem relativ milden Börsenklima!

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