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Montag, 14. Mai 2012

Griechische Parlamentswahlen

Vorbei scheint erst einmal der Traum, den DAX so schnell wie möglich zu überholen. Das amtliche Endergebnis des griechischen Innenministeriums für die Wahlen am Sonntag vergangener Woche führte wieder zu einem Ausverkauf an den europäischen Börsen. Die Angst reagiert wieder den Markt und nach nun drei gescheiterten Koalitionsgesprächen scheinen Neuwahlen mehr als wahrscheinlich. Diese könnten dann Anfang Juni stattfinden, also kurz bevor Ende Juni die vorläufigen Zahlungen des IWFs und des EFSFs von den internationalen bzw. Euro-Partnern bestätigt werden müssten. 
Gegenwärtige Umfragen lassen vor allem die linksradikale Partei „Syriza“ stark erscheinen. Falls es diesen gelingt die „Nea Dimokratia“ als stärkste Partei abzulösen (prozentualer Unterschied letzten Sonntag: 2.07%) dann wird ein Euro-Austritt der Griechen höchst wahrscheinlich, denn nach griechischem Wahlrecht bekommt die stärkste Partei noch einmal 50 Sitze extra, die momentan zum Pro-Euro-Block gehören. Das Austeritätsprogramm ist demnach nicht an seiner Plausibilität, sondern an seiner Umsetzung gescheitert.

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