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Sonntag, 24. Juni 2012

Griechenland rückt von Sparvorgaben ab

Nachdem sich die drei Parteien Nea Dimokratia, Pasok und die Demokratische Linke sich auf eine Koalitionsregierung geeinigt haben, beschlossen diese auch sogleich von den bisherigen Sparvorgaben der Troika (EU-Kommission, EZB, IWF) Abstand zu nehmen. Diese Vorgaben waren die Bedingung für den 130 Mrd. € Kredit im Februar dieses Jahres.


So findet sich in ihrem Koalitionsprogramm die Entlastung geringer Einkommen, das langsame Anheben von Löhnen und Renten und die Verlängerung der Auszahlung des Arbeitslosengeldes von ursprünglich einem Jahr auf zwei Jahre. Zudem sollen nicht wie bisher geplant tausende Arbeitsplätze im Staatsapparat gestrichen werden, sondern man möchte die Gesamtzahl der Stellen nur noch über eine geringere Einstellungsquote verringern. 


Die Bundesregierung ist bisher lediglich dazu bereit die zeitliche Beschränkung für die Rückzahlung der Kredite zu lockern, nicht jedoch von den Sparmaßnahmen entscheidend abzurücken. Doch Angela Merkel wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach auch hier dem aufkommenden politischen Druck beugen müssen. 
Alle Anzeichen deuten weiterhin daraufhin, dass die wirkliche Krise weiter verschleppt wird. Letztendlich muss man sich die Frage stellen, ob die Politik in erster Linie der heutigen Generation oder der zukünftigen Generation verpflichtet ist. 
Expertenmeinungen zufolge wird es Griechenland mit dem Euro über diese Dekade  nicht schaffen ihre Wirtschaft gegenüber anderen Ländern wieder wettbewerbsfähig umzugestalten. 
Anleger sollten weiter mit hoher Volatilität rechnen und ihre Aktienstrategie bzw. Anlagestrategie entsprechend kurz- bis mittelfristig anpassen. 

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